Liebe_r* Reader Ins Wasser fällt ein Stein... Heute Nacht habe ich geträumt, dass ich ein Kiesel bin am Rande eines Flusses. Ich wurde immer wieder mit davongetragen, dann blieb ich mal liegen, dann war ich Teil des Flussbettes, dann ging es weiter. Ich bin seltsam befriedigt aufgewacht. Das lässt mich spüren wie schön es ist, im Fluss davongetragen zu werden. Wie schön es ist, Teil von etwas zu sein. Wie schön es ist, mal stillzustehen, mal Fluss zu sein, mal zu liegen, mal in Stromschnellen wegzupesen. Und wie erholsam es ist, nicht alles selber bestimmen zu müssen. Und warum wir überhaupt denken, dass wir immer alle Richtungen selber bestimmen müssten? Und dass das, was wir über uns denken und denken können, doch immer nur ein sehr kleiner Ausschnitt ist von dem, was wir sein könnten und was uns die stimmige Richtung weist. Wie befriedigend es sein kann, wenn dann einfach der Fluss daherkommt und einen mitnimmt! Klar, der Fluss weiß den Weg oder bahnt ihn sich immer wieder neu. Die Initiative "Flusssingen" setzt sich u.a. dafür ein, dass Flüsse nicht immer begradigt werden. Wie klug! also auch psychologisch: wie klug! Kommen die guten Impulse unseres Lebens nicht auch oft wie ein Strom daher, der uns mitnimmt? Fühlt es sich, wenn wir feststecken, oft nicht eher an wie ein Strudel, in dem wir uns im Kreise drehen? Und kommt das nicht u. a. daher, dass wir immer wieder das Gleiche über uns denken und damit versuchen weiterzukommen? Es braucht das Wasser, das uns weiterträgt. Es braucht das Vertrauen in den Prozess, der es gut mit uns meint. Es braucht die Zuversicht, dass etwas in uns es besser weiß als das, was wir in unseren Gedankenkreisen zu eruieren versuchen. Um in den Fluss zu kommen müssen wir uns ein wenig selber überlisten; wir müssen aus unserem Kreisen herauskommen, wir müssen atmen und meditieren und spazieren gehen und uns berühren lassen an Stellen, wo wir dachten, nicht berührbar zu sein. Wir müssen die Lösungen in uns entstehen lassen; wir müssen träumen und Musik machen und unseren Kopf ausschalten, der uns immer gar nicht so weit bringt, wie wir denken. Ich übe mich wieder darin, Kieselstein im Flussbett zu werden. Musik hilft, singen hilft. Weil es uns trägt, weil es neue „Gedanken“ oder einen neuen Strom hervorbringt, dem wir uns anvertrauen können. Ich sehe das Erstaunen der Menschen, die das erste Mal mitsingen, diesen Unglauben, wo es einen vielleicht hinträgt. Und es gibt den Klang, der uns gleichzeitig das Vertrauen gibt, uns diesem Prozess anzuvertrauen. Dann können wir Leben und Wandel begegnen. Dann kann unser Kopf vielleicht im Nachhinein sagen: Da wollten wir ohnehin hin. Oder fühlen und einfach tragen lassen durch die Stromschnellen hindurch dem Meer entgegen. Singt und schwimmt mit, live oder hybrid. Wer länger ins Singen eintauchen will, sei nochmal das Stadtretreat mit 3 Singleitern, 2 Tage, 1 Flow empfohlen im September. Singen im Wandel in Charlottenburg Frühbucherrabatt endet am 5.8., also nächsten Montag
Kordula Dipl.Musiktherapeutin 2. Vorstand/ Weiterbildung/ Singleitung (singende Krankenhäuser) Gestalttherapeutin Yogalehrerin www.Klang-Hafen.de info@klang-hafen.de Alle Singgruppen können Live oder online besucht werden! Kommende Veranstaltungen:Singgruppen Live/Hybrid/Onlinejeden Donnerstag 16:30 für Krebsbetroffene und ihre Angehörigen in der GfbK jeden Donnerstag 18:45 für alle Singbegeisterten in der Ebersstrasse 59
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Liebe_r* Reader Der Atem sollte in uns eingehen wie Perlen, dann gibt es keine Stelle, die er nicht erreichen könnte. –Wang Chung-Yü Perlen. Ja, ich möchte Perlen in mir drin haben. Gerne, statt all der Gedanken, die da sonst kursieren. Manchmal klappt es. Eine Freundin schrieb mir gerade, sie wäre auch nach der Wahl eine Woche krank gewesen, und ich dachte spontan: Ach ja, da hätten wir alle eine Woche Pause gebraucht. Einfach so; innehalten, einfach die Belastungen und Prozesse und Dinge,...
Liebe_r* Reader Über Nacht kamen die Wolken und ich habs nicht mal gemerkt. Schon sind am ersten Straßenbaum Die ersten Blätter verfärbt. Ich will immer so viel erleben und verschlafe doch nur die Zeit. Und kaum dass ich einmal nicht müde bin, ist der Sommer schon wieder vorbei. (Element of crime) Mein Lieblingstext dieser netten Berliner Band, deren Text mir im Kopf herumschweift, kaum dass der Herbst kommt. So müde bin ich gar nicht, aber das Gefühl, den Sommer vielleicht nicht ausreichend...
Liebe_r* Reader „Wir können den Wind nicht ändern. Aber wir können die Segel richtig setzen.“ – Aristoteles Der Sommer geht vorbei, vielleicht kommst Du gerade aus den Ferien, vielleicht fährst Du noch – in Berlin sind die Kastanien schon der Vorbote des nahenden Herbstes und werden als Erstes braun. Die Natur verändert sich kontinuierlich, und manchmal nimmt man es plötzlich als Sprung wahr. Vielleicht packt Dich auch die leichte Melancholie, dass der Sommer vorbei sein soll. Vielleicht...