Ein jeder Klang aus voller Seele ist eine wirkungsvolle Tat


Liebe_r* Reader

wenn die ganze Welt still steht, hat jede einzelne Stimme Macht“ (Malala Jousafzai)

Vorletzte Woche hatte ich für 5 Tage keine Stimme mehr. Das ist mir in der Art glaube ich noch nie so passiert und war eine komische, manchmal erholsame, manchmal beängstigende Erfahrung. Es war eine Erfahrung von Grenzen, aber auch von Stille und innehalten und manchmal Macht und Machtlosigkeit. Es war ein Aufruf, sich auf Selbstverständliches nicht zu verlassen und andere Dinge auszuprobieren. Es war ein Lernen, von aussen nach innen zu gehen, der inneren Stimme mehr Raum zu geben, und als sie wiederkam noch achtsamer zu werden, wofür man sie einsetzen möchte.

Es gibt eine Stimme, die keine Worte benutzt, hör ihr zu“ (Rumi)


Es hat mich auf schöne Weise mit der inneren Stimme in Kontakt gebracht, die oft nicht zu hören ist, weil die Stimme, die nach außen dringt, so schnell ist. Es hat mich auf schöne Art in Kontakt damit gebracht, zu hören, was ich sonst nicht so höre, weil ich zu laut bin. Parallel zu meinem Prozess fing die ganze Welt um mich an zu singen, die Vögel feierten den Frühling und tirilierten um die Wette.

Es hat mich auf schöne Art in Kontakt damit gebracht, zu überlegen, wo wir, wenn wir es schaffen, laut zu sein, auch die Stimme erheben müssen für alle, die es nicht sein können. Oder für die Themen, die uns wichtig sind. Und auch zu sehen, wie viele Menschen an unterschiedlicher Stelle schon die Stimme erheben oder überlegen, wie sie es tun. Es hat mich auf schöne Art in Kontakt damit gebracht, wieder mehr auf die Stimmen zu hören- wie wird etwas gesagt, nicht was.

„Erzähle mir eine Geschichte“

„Was möchtest du hören?“

„Deine Stimme“

Stimmklang, Stimmen im Hintergrund, merken, wann etwas authentisch ist, lauschen, frühkindliche Erfahrungen von Vorgelesen bekommen und dann Einschlafen, Hintergrundstimmen, aufhorchen, Anleitungen mögen, Gänsehaut bekommen, vertrauen.

Ein Freund von mir sagt über einen Anderen oft: „der könnte mir auch den ganzen Tag aus dem Telefonbuch vorlesen, ich würde liebend gerne zuhören!“ Genau das ist die Erfahrung: ist es egal, was gesagt wird, es ist das Wie, das uns fesselt, das uns dranhält, das uns die YogalehrerIn mögen lässt, die PolitikerIn, den Guru, den Menschen in der Telefonhotline. Die Stimme ist die, die uns ins Vertrauen leitet.

Zuerst kommt der Atem, dann strukturierter Atem, dann das Alphabet, dann die Worte. Aber ist das alles nicht verbunden mit dem, was aus uns raus tönen will, werden sie den Inhalt nicht transportieren können. Deshalb ist die Rückversicherung wichtig zu unserer Authentizität. Deshalb ist es wichtig, sich unserer inneren Stimme gewahr zu werden und wie wir sie umdrehen zu einem äußeren Ausdruck. Deshalb ist es wichtig sich klarzumachen, was wir ausdrücken und welche Macht wir damit haben. Deshalb ist es wichtig, mitzudenken, für wen wir die Stimme erheben können.

Im Singen über wir das alles. Den Kontakt nach innen, das Tönen nach außen, das Zuhören, den Mut zu finden, die Stimme zu erheben, die Verbindung zu dem und denjenigen, wofür und für diejenigen das „Stimme erheben“ wesentlich ist.

"Ich sing mein Lied aus mir heraus, ich spreche mutig alles aus

Ich steh zu mir und sage ja, und spüre jetzt ist alles da"

(Chant Wolfgang Bossinger)

Ich freue mich auf das Stimme erheben mit Euch!

Dipl.Musiktherapeutin

Weiterbildung/ Singleitung (singende Krankenhäuser)

Gestalttherapeutin

Yogalehrerin
www.Klang-Hafen.de; info@klang-hafen.de

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