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Liebe_r* Reader Draußen wird es langsam wieder freundlicher und wärmer, gleichzeitig stellen sich einem die Nackenhaare auf und man fröstelt in Anbetracht dessen, was in der Welt so vor sich geht. Manchmal fühle ich mich dabei sehr klein und frage mich nach meiner Rolle in diesem Ganzen. Manchmal muss ich mir einfach Schutzräume suchen und Inseln und Ablenkung und meine äußere Haut stärken. Manchmal muss ich mich aufrufen, noch radikaler darin zu werden, die Hand auszustrecken und Spaltung zu überwinden, wo immer ich sie wahrnehme. Manchmal muss ich auf die Strasse gehen und laut schreien für das, was wichtig ist, was meine Werte ausmachen. Immer muss ich gut auf mich selber aufpassen und mich verorten, um meinem Ausgangspunkt zu haben. „Der erste Friede, der ist in dir, der zweite Friede finde ich mit dir, der dritte Friede ist der in der Welt, der ohne den ersten niemals hält.“ (Iria Schäfer) Noch mehr als sonst fordern die Zeiten, den Frieden in sich selbst zu finden, und das bedeutet so vieles und fordert uns so sehr heraus. Frieden finden im Sinne von Ruhe suchen, Frieden finden trotz unterschiedlicher Strömungen und unserem Mechanismus, weit wegzuspringen von dem, was uns fremd ist. Frieden finden, indem wir immer wieder der Spaltung entgegentreten und Differenzen aushalten und die Hand ausstrecken. Frieden finden trotz aller innerlicher Unruhe und Unsicherheit und sich angegriffen fühlen. Vielleicht auch Frieden finden in dem, was wir nicht mehr wollen. In dem was wir wollen sowieso. Ich merke, ich schwanke oft zwischen dem Gefühl der Ohnmacht und dem Glauben, dass es doch wirklich viel ist, was wir selber tun können. Es sind nicht immer nur die großen Taten, die die Welt besser machen. Es sind die Dinge, die jeder von uns in sich hat an Menschlichkeit, Begabungen, Talenten; Menschlichkeit, die wir dafür einsetzen können, in diesem Moment, in diesem Raum, in dieser unmittelbaren Begegnung den Frieden zu finden. Vielleicht sogar Frieden in der Differenz zu finden. Wir können Begegnung üben, wir können Verbindung trainieren, wir können mit radikaler Freundlichkeit um uns schmeißen. Nicht nur Hass ist ansteckend, auch Nächstenliebe, Anstand und Empathie sind es. Das geht nicht immer, aber wir können es probieren. Immer wieder. Singen hilft uns dabei. Es ist für mich die Schnellstraße, der mühelose Weg, da muss ich mich noch nicht mal anstrengen. Singen baut Brücken, Singen ist sozialer Kit, Singen strömt als Frieden in mich ein und als Empathie zu den anderen zurück. Alles, was alles hormonell und neurologisch passiert hilft natürlich, das Oxytocin, das Bindungshormon, das ausgeschüttet wird, die Botenstoffe, die sich in uns ergießen wie ein natürliches Antidepressivum. Die Texte, die uns bestärken und abholen, die Melodien und Harmonien, die uns tragen und Boden schaffen, damit wir genährt genug sind, die Hand auszustrecken. Ich glaube, wir brauchen die radikale Selbstfürsorge, damit wir dann in die Verbindung gehen können. Wir brauchen den Boden, den wir uns selbst wieder unter die Füße schieben, um die Fenster wieder in die Welt zu öffnen, ohne überschwemmt zu werden. Und es lohnt sich, alles zu finden, was uns diesen Boden schafft: Yoga, Singen, Natur oder was auch immer es für dich ist. " Open your window, open your heart, I feel the wind blow, the sun shining in" (Raimund Mauch) Lasst uns die Fensterläden weit auf machen, lasst uns den Wind aushalten, lasst uns uns selber beschützen und von da aus die Hände ausstrecken. Weil diese Verbindung, diese Verbindung zu uns selbst, die Verbindung in die Welt so wichtig ist, ist sie die Überschrift unseres Stadtretreats dieses Wochenendes. Melodien, Mantren und connected hearts. Wir singen uns in die Verbindung, wir spinnen die Fäden in uns rein und aus uns raus. 2 Plätze sind frei geworden, falls noch jemand spontan dazukommen möchte.
Nächste Woche am Gründonnerstag (2.4.) fallen alle Singgruppen aus. Ebenso am 30. April (Tag vor dem 1. Mai) Ansonsten singen wir regelmässig Donnertags hybrid und live.
Ich freue mich auf Euch! Dipl.Musiktherapeutin Weiterbildung/ Singleitung (singende Krankenhäuser) Gestalttherapeutin Yogalehrerin Dieser Newsletter ist zu deiner Information, Mitschwingen und Freude gedacht. Wenn er dazu nicht dient, melde Dich gerne unten ab! Kommende Veranstaltungen 2026 11.-13.9.2026 Singen und Trauma in Hofgeismar 30.10.-1.11.2026 Singen als Dialog in Hofgeismar
10/11.10.2026 Melodien, Mantren ande connected hearts in Ulm Melodien, Mantren und connected hearts in Ulm
Stadtretreats 2026 in Berlin 28/29.3.2026 Melodien, Mantren and connected hearts (mit Katja und Micha Böhm)
14/15.11. Vom Jodeln und Juchzen- rewild your singing
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Liebe_r* Reader (Bild: Juliane Drischel, inspieriert durch "Fly, fly high, let the earth touch the sky) Es ist Sommer. Das macht mich glücklich. Und das macht das Leben in so viele Facetten einfacher. Ich wache morgens auf und trete in die lichten Morgenstunden, ich sehe die Menschen abends draußen sitzen, alle tummeln sich in Parks und an Seen und suchen das intensive Licht. Es ist Sommer. Und ich bin traurig. Eine Teilnehmerin unserer Singgruppen ist gestorben und hat sich verabschiedet,...
Liebe_r* Reader „wenn die ganze Welt still steht, hat jede einzelne Stimme Macht“ (Malala Jousafzai) Vorletzte Woche hatte ich für 5 Tage keine Stimme mehr. Das ist mir in der Art glaube ich noch nie so passiert und war eine komische, manchmal erholsame, manchmal beängstigende Erfahrung. Es war eine Erfahrung von Grenzen, aber auch von Stille und innehalten und manchmal Macht und Machtlosigkeit. Es war ein Aufruf, sich auf Selbstverständliches nicht zu verlassen und andere Dinge...
Liebe-r* Reader „Ich glaube, dass fast alle unsere Traurigkeiten Momente der Spannung sind, die wir als Lähmung empfinden, weil wir unsere befremdeten Gefühle nicht mehr leben hören. Weil wir mit dem Fremden, das bei uns eingetreten ist, allein sind, weil uns alles Vertraute und Gewohnte für einen Augenblick fortgenommen ist; weil wir mitten in einem Übergang stehen, wo wir nicht stehen bleiben können.“ (Rilke) Heute Morgen bin ich im Zwielicht aufgewacht, bin in den Tag hineingeglitten, den...