nichts ist so beständig wie der Wandel


Liebe_r* Reader

Über Nacht kamen die Wolken und ich habs nicht mal gemerkt.
Schon sind am ersten Straßenbaum
Die ersten Blätter verfärbt. Ich will immer so viel erleben und verschlafe doch nur die Zeit. Und kaum dass ich einmal nicht müde bin, ist der Sommer schon wieder vorbei.

(Element of crime)

Mein Lieblingstext dieser netten Berliner Band, deren Text mir im Kopf herumschweift, kaum dass der Herbst kommt. So müde bin ich gar nicht, aber das Gefühl, den Sommer vielleicht nicht ausreichend genutzt zu haben, das kenne ich. Und geizig renne ich jedem Sonnenstrahl hinterher, den ich noch bekommen kann.

Ich bin in der zweiten Hälfte des Jahres angekommen, wie geht es Euch?

Der Wandel wird für mich nirgends so sichtbar wie im Herbst, oder zumindest da steht der Winter bevor und die Frage im Nacken – wie bei Frederic der Feldmaus – Hab ich genug Sonnenstrahlen gesammelt, um ihn gut zu überstehen? Hab ich Kraft und Halt, um den Stürmen zu trotzen? Ich habe Flexibilität, um mich den Veränderungen anzupassen. Hab ich die Farben und die Geräusche und die Wärme in mir, hab ich genug Ruhe und Winterspeck und Kraft für mich selber und andere. Hab ich genug Lebensfreude getankt, Melodien gesammelt und mein Umfeld gepflegt, so dass wir diese Zeit und die Veränderungen gemeinsam trotzen können.

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die Einen Mauern und die anderen Windmühlen.“

Chinesisches Sprichwort

Die gute Nachricht: Es muss nicht alles erledigt sein, alles ist stets im Prozess, Sommer ist eh so ein Konstrukt. Es kann einem natürlich auch im Herbst und Winter hervorragend gehen und das Licht nur so aus einer heraus scheinen. Lasst uns im Singen mehr Windmühlen bauen als Mauern, lasst uns die Veränderungen gemeinsam erspüren und individuell verarbeiten, lasst uns Licht verbreiten und uns warm halten und unserer Knochen flexibel durchschütteln, so dass die Jahreszeiten einfach Jahreszeiten sein dürfen; und wir stehen staunend und behutsam davor.


Unsere Singgruppen laufen regulär weiter: donnerstags live und online.

Für Kurzentschlossene gibt es noch Plätze im Stadtretreat nächstes Wochenende (28/29.9.) Drei Singleiter, zwei Tage singen und sich füllen mit Licht und Melodien und dem Wandel in uns die Windmühlen bereitstellen.

Wie immer freue ich mich auf Euch!

Kordula Voss

Dipl.Musiktherapeutin

Vorstand/ Weiterbildung/ Singleitung (singende Krankenhäuser)

Gestalttherapeutin

Yogalehrerin

www.Klang-Hafen.de info@klang-hafen.de

Klang-Hafen

Read more from Klang-Hafen
A woman standing on a sidewalk in front of a building

Liebe_r* Reader Der Atem sollte in uns eingehen wie Perlen, dann gibt es keine Stelle, die er nicht erreichen könnte. –Wang Chung-Yü Perlen. Ja, ich möchte Perlen in mir drin haben. Gerne, statt all der Gedanken, die da sonst kursieren. Manchmal klappt es. Eine Freundin schrieb mir gerade, sie wäre auch nach der Wahl eine Woche krank gewesen, und ich dachte spontan: Ach ja, da hätten wir alle eine Woche Pause gebraucht. Einfach so; innehalten, einfach die Belastungen und Prozesse und Dinge,...

Liebe_r* Reader „Wir können den Wind nicht ändern. Aber wir können die Segel richtig setzen.“ – Aristoteles Der Sommer geht vorbei, vielleicht kommst Du gerade aus den Ferien, vielleicht fährst Du noch – in Berlin sind die Kastanien schon der Vorbote des nahenden Herbstes und werden als Erstes braun. Die Natur verändert sich kontinuierlich, und manchmal nimmt man es plötzlich als Sprung wahr. Vielleicht packt Dich auch die leichte Melancholie, dass der Sommer vorbei sein soll. Vielleicht...

Liebe_r* Reader Ins Wasser fällt ein Stein... Heute Nacht habe ich geträumt, dass ich ein Kiesel bin am Rande eines Flusses. Ich wurde immer wieder mit davongetragen, dann blieb ich mal liegen, dann war ich Teil des Flussbettes, dann ging es weiter. Ich bin seltsam befriedigt aufgewacht. Das lässt mich spüren wie schön es ist, im Fluss davongetragen zu werden. Wie schön es ist, Teil von etwas zu sein. Wie schön es ist, mal stillzustehen, mal Fluss zu sein, mal zu liegen, mal in Stromschnellen...